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Posted by Michael Butscher in Datenschutzerklärung on Friday, February 9. 2007 13:58
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Wednesday, November 15. 2006

Zuwenig Angst?

Die Netzeitung schreibt:

Nach Ansicht von CDU-Chefin Angela Merkel sind auch deswegen so viele Menschen in Deutschland gegen einen Irak-Krieg, weil ihnen nicht ausreichend die Gefahren bewusst seien, die vom Regime Saddam Husseins ausgingen.

Welche Gefahren sollen das denn sein? Die allseits beliebten Massenvernichtungswaffen?

Gemäß Merkel soll die Regierung bereits Pläne für eine Pockenimpfung fertig haben (wohl im Falle eines Anschlags, der möglicherweise kommt). Toll! Als es um eine mögliche Grippe-Pandemie ging (die garantiert irgendwann kommt) und um die Bevorratung von Tamiflu, war man in der Regierung eher planlos.

Das Schönste kommt aber noch, denn Merkel habe laut Netzeitung auch gesagt:

Es sei Aufgabe der Politik, das Bedrohungsgefühl zu stärken
Nicht nötig, ich fühle mich von der regierenden Dummheit bereits ausreichend bedroht.

Via RA-Blog.

Posted by Michael Butscher in Politik at 14:19
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Friday, October 13. 2006

47 Minuten täglich pro Nebentätigkeit?

Man wüßte doch zu gerne, was manche Volksvertreter so verdienen. Einige haben aber etwas dagegen, daß man es erfährt und klagen nun gegen eine Veröffentlichungspflicht, bei der sie auch nur grob ihr ungefähres Einkommen für eine Nebentätigkeit angeben müßten.

Zu den Klägern vor dem Bundesverfassungsgericht gehört auch Friedrich Merz, der laut "Die Welt" in der vorigen Legislaturperiode immerhin 18 Nebentätigkeiten hatte (die aktuelle Liste der Nebentätigkeiten scheint noch nicht verfügbar). Außerdem soll er nach eigenen Angaben etwa die Hälfte seiner Arbeitszeit für die Nebentätigkeiten aufwenden.

Rechnen wir das doch mal durch: Angenommen, der Mann braucht für Essen und Schlafen pro Tag nur 4 Stunden, so daß 20 Stunden zum Arbeiten verbleiben. Nehmen wir weiter an, daß er 7 Tage die Woche arbeitet, so ergibt das 140 Wochenstunden zum Arbeiten. Wenn er nun die Hälfte davon für sein Mandat aufwendet, bleiben für die 18 Tätigkeiten 70 Stunden pro Woche oder 3,89 Wochenstunden pro Tätigkeit.

Nehmen wir an, daß sich diese Tätigkeiten auf eine 5-Tage Woche verteilen, so bleiben pro Tag und Nebentätigkeit stolze 46 Minuten und 40 Sekunden übrig. Und dieser "hohe" Wert ergibt sich auch nur aus Annahmen, die zugunsten von Herrn Merz gewählt worden sind.

Es wäre doch sehr interessant zu erfahren, was man so als Abgeordneter nebenbei für 47 Minuten Arbeit pro Tag verdient.

[via Netzpolitik.org]

Posted by Michael Butscher in Politik at 14:11
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Monday, October 2. 2006

Santa Fu

Die bundesweit berühmt/berüchtigte Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel (Santa Fu) schlägt aus ihrer Bekanntheit jetzt Kapital und bringt eine Knastkollektion heraus mit CD, Rasierschaum, Zahnpasta, Feuerzeug und T-Shirts mit Aufdrucken wie "Freigang" oder "schuldig".

Warum erinnert mich das nur irgendwie an diese Meldung?

Posted by Michael Butscher at 22:23
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Sunday, September 10. 2006

Papst Multivision

Man ist es ja schon von königlichen Hochzeiten oder Beerdigungen gewöhnt, daß mehrere Fernsehsender gleichzeitig berichten. Nun ist es mal wieder soweit: Der Papst kommt nach Bayern und bis zu vier öffentlich-rechtliche Anstalten (ARD, ZDF, Bayerisches Fernsehen, Phoenix) füllen ihr Programm damit.

Für solchen Quatsch werden also die GEZ-Gebühren verbraten.

Posted by Michael Butscher at 20:20
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Sunday, August 20. 2006

Moderne Kriminologie

Im ARD-Videotext von heute (Seite 116) steht eine Nachricht über die Festnahme eines Verdächtigen bei den versuchten Bombenattentaten von Dortmund und Koblenz. Darin heißt es:
    Nach Angaben der Generalbundesanwaltschaft stimmen die DNA-Spuren aus einem der Bombenkoffer mit den Fingerabdrücken des Studenten überein.

Schon beachtlich, was die moderne Kriminaltechnik alles möglich macht.

Posted by Michael Butscher at 22:39
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Monday, June 12. 2006

Neue Bretter

Die Wirbelsturmsaison hat begonnen, der erste hat bereits Kuba heimgesucht und bewegt sich auf die USA zu. Dort, in Florida, gibt es jetzt wieder einen Run auf Baumärkte, um Bretter zu besorgen, mit denen Fenster und Türen vernagelt werden.

Was ich mich frage: Wenn es jedes Jahr Hurrikans gibt und jedes Jahr Bretter neu gekauft werden, was passiert dann mit den ganzen Brettern vom Vorjahr? Werden die immer weggeweht?

Posted by Michael Butscher at 22:03
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Friday, April 28. 2006

Georg Schramm geht

Der Kabarettist Georg Schramm wird nun nach der Sendung vom 25.04.2006 den "Scheibenwischer" verlassen. Die genauen Gründe sind nicht bekannt, nur daß er sich mit den anderen Beteiligten nicht auf ein neues Konzept der Sendung bei der Verlängerung von 30 auf 45 Minuten einigen konnte.

Schade. Wenn Georg Schramm das neue Konzept nicht gefallen hat, wird es dann den Zuschauern gefallen? Gemeint sind vor allem die, die bissiges, tiefgründiges Kabarett erwarten. Wer oberflächliche Unterhaltung sucht, ist natürlich leichter zufrieden zu stellen.

Aber bevor ich hier aber weiter irgendwelche Vermutungen anstelle, warten wir mal auf die nächste Sendung.

Posted by Michael Butscher at 20:36
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Sunday, April 23. 2006

Potsdam

Am Ostersonntag wurde der aus Äthiopien stammende 37jährige Deutsche Ermyas M. in Potsdam zusammengeschlagen und dabei lebensgefährlich verletzt.

Kurz darauf wurden zwei Tatverdächtige festgenommen, ein fremdenfeindlicher Hintergrund ist anzunehmen, auch wegen mitgeschnittener Beschimpfungen des Opfers kurz vor dem Überfall. Leider kein so seltener Vorgang in Brandenburg, wenn man diese Zusammenstellung der FAZ betrachtet.

Dann aber kommt plötzlich Bewegung in die Sache, der Generalbundesanwalt zieht den Fall an sich und die Verdächtigen werden zur Vernehmung per Hubschrauber nach Karlsruhe geflogen und ein Haftrichter des Bundesgerichtshofs erläßt am Freitag einen Haftbefehl gegen die beiden.

Steht dabei wirklich die Sache im Vordergrund, wurde der Fall wegen der "besonderen Brutalität" der Tat so bevorzugt behandelt?

Oder geht es doch eher um die zeitliche Nähe zur Fußball-WM?

Meiner Ansicht nach zeigt die Regierung mal wieder ihren Standard-Reflex, auf aktuelle Ereignisse kurzfristig und mit hektischem Aktionismus zu reagieren und das Thema dann wieder zu vergessen (ich werfe die jetzige Große Koalition einfach mal mit der früheren rot-grünen Regierung in einen Topf). Man ist das ja inzwischen so gewohnt, daß man es nicht mal mehr lächerlich findet (spätestens seit den tollen Kampfhundeverordnungen).

Auch die diversen Äußerungen der Volksvertreter haben den gewohnten Unterhaltungswert. Bundesinnenminister Schäuble hat durchaus richtig angemerkt, daß die Tat nicht unbedingt fremdenfeindlich motiviert gewesen sein muß. So zitiert der Tagesspiegel einen Ermittler, wonach es eben auch ein eskalierter Streit unter Betrunkenen gewesen sein könnte. Schäubles Bemerkung allerdings, daß auch blonde und blauäugige Menschen Opfer von Gewalt werden, ist schon ziemlich, hm, schräg.

Zur Zeit kann man aber eigentlich nur sagen, daß nichts wirklich sicher ist, man muß einfach abwarten, was die weiteren Ermittlungen ergeben.

Da Politiker es nicht so mit Abwarten haben, kritisiert Bundestagsvizepräsident Thierse den Bundesinnenminister schon mal vorsorglich, er würde die rechtsradikale Tat verharmlosen. In das gleiche Horn pustet dann auch SPD-Generalsekretär Hubertus Heil: "Es ist eben schon besonders schlimm, wenn jemand einfach nur weil er eine andere Hautfarbe hat, fast zu Tode geprügelt wird." Nachzulesen bei Reuters.

Wie öfters bei kritischen Themen weiß man nicht, was schlimmer ist: wenn die Politik sich mit dem Thema beschäftigt oder wenn sie es nicht tut.

Posted by Michael Butscher at 20:38
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Thursday, April 20. 2006

Spartarifzentrale

Hinter dem sperrigen Namen "Spartarifzentrale" verbirgt sich ... tja ... irgendetwas. Laut eigener Aussage auf ihrer Website will diese Organisation den Bürgern uneigennützig helfen, Geld zu sparen. Eine Suche im Internet bringt wenig zutage, abgesehen von diesem Blog-Artikel, der den Besuch eines Mitarbeiters der Spartarifzentrale beim Autor zuhause beschreibt.

Blog-Autor Elthnithihl geht dabei davon aus, daß der Vertreter den Namen der Firma absichtlich undeutlich gesprochen hat. Wenn man aber die Website der Spartarifzentrale ansieht, ist schlechtes Deutsch vielleicht einfach Einstellungsvoraussetzung und der Mann konnte es wirklich nicht besser.

Warum ich diesen Artikel schreibe? Zum einen, weil ich hoffe, auch so einen schönen Kommentar vom Projektleiter der STZ, Klaus Steckbauer, zu bekommen wie Elthnithihl und einige andere, zum anderen, weil ich das völlig verschraubte Deutsch auf der Website einfach klasse finde, z.B.:

Es geht uns hier nicht um Geschäftemacherei sondern Produktneutrale Informationen an die Verbraucher weiterzugeben.

Um es vielen Bürgerinnen und Bürgern in Ihren Entscheidungen zu erleichtern, bedienen wir uns auch Empfehlungen auszusprechen, und die dafür vorgesehene Auftragsleistung für diese ordnungsgemäss zu bearbeiten.

Posted by Michael Butscher at 21:04
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